Weiterbildung

Advanced Chinese Medicine – Metapraxis

05.06.2027

Chinesische Medizin neu denken – von der Vielfalt zur Meisterschaft

In diesem dreijährigen Zertifikatskurs vertieft das Dozierendenteam um Prof. Volker Scheid Ihr Verständnis der chinesischen Medizin erheblich. Metapraxis ist das Werkzeug, das Sie befähigt, effektiv mit verschiedenen Praxisstilen zu arbeiten und Ihre klinischen Fähigkeiten systematisch zu erweitern – ohne jemals durch bereits Gelerntes eingeschränkt zu sein.

Die Entwicklung von Metapraxis-Fähigkeiten vertieft Ihren Zugang zu den Quellen der Tradition und Ihr Verständnis für deren zeitlose Relevanz. Mit einem umfassenderen Werkzeugkasten und einem klareren Verständnis physiologischer und pathologischer Prozesse werden Sie zu einem besseren Kliniker, einer besseren Klinikerin und können Krankheiten gezielter, flexibler und individualisierter behandeln.

Nach Abschluss des Kurses erhalten Sie ein Zertifikat der Chiway Akademie.

CHF 5'850.00

  • *Sind Sie Alumni oder Student:In? / Are you graduate or student?
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Wichtiger Hinweis: Bei Online-Unterricht fällt für Teilnehmer aus der EU ohne gültige UID-Nummer Mehrwersteuer an. Diese wird an der Kasse zusätzlich ausgewiesen.

  • Datum

    05.06.2027

  • Tag & Zeit

    Vor Ort: Samstag/Sonntag 9:00–17:00 Uhr

    Module 1: 05.-06.06.2027 Chiway
    Module 2: 11.+19.09.2027 Online
    Module 3: 13.-14.11.2027 Chiway
    Module 4: 04.+12.03.2028 Online
    Module 5: 10.-11.06.2028 Chiway
    Module 6: 16.-17.09.2028 Chiway
    Module 7: 11.+19.11.2028 Online
    Module 8: 10.+18.03.2029 Online
    Module 9: 16.+24.06.2029 Online
    Module 10: 15.-16.09.2029 Chiway
    Module 11: 10.+18.11.2029 Online
    Module 12: 18.-19.05.2030 Chiway

  • Präsenzzeit

    168 hours

  • Unterrichtsart
    • Präsenz-Unterricht
    • Online-Unterricht
  • Kursleitung
    • Prof. Volker Scheid
    • Dr. med. univ. Gudrun Kleinrath
    • Dr. med. Wolfram Schwarz
    • Dr. phil. Nalini Kirk
  • Unterrichtssprache

    Deutsch

  • Teilnehmerzahl

    -

  • Anerkennung TCM-Fachverband

    Label No. folgt

  • ASA-Credits

    168

Über diese Weiterbildung

Kurze Kursübersicht

Die Chinesische Medizin präsentiert sich heute als Dickicht verschiedenster Stile und Ansätze: TCM, klassische Rezepturenlehre, japanische Meridiantherapie – die Liste ist lang. Doch wie navigiert man durch diese Vielfalt, ohne sich zu verlieren oder sich auf einen einzigen Ansatz zu beschränken? 

Metapraxis ist die Antwort. Dieser einzigartige Ausbildungsansatz versetzt Sie in die Lage, flexibel mit verschiedenen Praxisstilen zu arbeiten, ohne jemals durch bereits Gelerntes eingeschränkt zu werden. Statt Patient:innen in ein System einzupassen, passen Sie das System an die individuellen Bedürfnisse Ihrer Patient:innen an. 

Prof. Volker Scheid zusammen mit einem erfahrenen Dozententeam bietet seinen fünften Lehrgang Advanced Chinese Medicine – Metapraxis zum ersten Mal in der Schweiz in deutscher Sprache an. 

Die Essenz des Kurses

Über drei Jahre entwickeln Sie ein tiefgreifendes Verständnis von sechs verschiedenen, aber vernetzten Körper-Perspektiven – vom kosmologischen über den physiologischen bis zum territorialen Körper. Sie erwerben nicht nur konzeptuelles Wissen und therapeutische Werkzeuge, sondern vor allem die Fähigkeit, beides klinisch wirksam zu verbinden. 

Das Versprechen

Nach drei Jahren intensiver Arbeit mit dem Dozierendenteam um Prof. Volker Scheid verfügen Sie über ein tieferes, umfassenderes Verständnis physiologischer und pathologischer Prozesse und einen direkteren Zugang zu den Quellen Ihrer Tradition. Mit einer stringenten Terminologie und einem erweiterten Werkzeugkasten behandeln Sie Krankheiten gezielter, flexibler und individualisierter. Ausgestattet mit den Fähigkeiten für lebenslanges Lernen und klinischer Exzellenz, werden Sie zu einem besseren Kliniker, einer besseren Klinikerin. 

Was ist Metapraxis?

Metapraxis ist ein Werkzeug, um effektiv mit verschiedenen Praxisstilen zu arbeiten. Dies hat vier entscheidende Vorteile. 

  1. Es stellt die Patient:innen in den Mittelpunkt. 
  2. Es steigert die diagnostischen und therapeutischen Fähigkeiten erheblich.
  3. Es vertieft das Verständnis und den Zugang zu den Traditionen der chinesischen Medizin.
  4. Es bietet eine solide Basis für lebenslanges Lernen.

Metapraxis ist keine neue Erfindung. In der langen Geschichte der Chinesischen Medizin gab es immer wieder einflussreiche Ärzte, die ähnliche Modelle entwickelt haben, wie z.B. Ye Tianshi, Zhou Xuehai, Zhang Xichun oder Qin Bowei. In diesem Sinne ist Metapraxis nichts anderes als die lebendige Tradition der Chinesischen Medizin. 

Ein Behandlungsprozess ist in der Metapraxis nicht durch einen einzigen Praxisstil bestimmt, in den Patient:innen eingepasst werden müssen, sondern durch die individuellen Patient:innen selbst. Denn wer Pathologie grundsätzlich auf die Konstitution der behandelten Person zurückführt, weil es dem eigenen Praxisstil entspricht, wird kaum in der Lage sein, akute epidemische Erkrankungen oder schwere Krankheiten durch Toxine effektiv zu behandeln. Und wer sich ausschliesslich auf 2000 Jahre alte Rezepturen stützt, wird Schwierigkeiten haben, mit pathologischen Prozessen wie Schleim oder feuchter Wärme umzugehen, da Konzepte dazu erst in späteren Epochen entwickelt wurden. 

Metapraxis hilft, klinisch effektiver zu arbeiten, weil mehr Werkzeuge zur Verfügung stehen. Diagnostisch werden in unterschiedlichen Praxisstilen unterschiedliche Instrumente wie Puls-, Zungen- oder Bauchdiagnose, Inspektion oder Hören betont. Metapraxis benutzt alle diese Instrumente, auch wenn nicht immer alles gleichzeitig notwendig ist. Denn die Patient:innen und der Kontext bestimmen den Fokus. Aber auch die eigenen, diagnostischen Stärken können eingebracht werden, da manche Therapeut:innen leichter visuelle Informationen verarbeiten, während andere lieber palpatorisch arbeiten. 

Therapeutisch erfordert die Arbeit mit verschiedenen Praxisstilen in der Metapraxis eine genaue Definition von Konzepten wie zangfu, sechs Schichten, wenbing, Toxinen, oder fünf Wandlungsphasen. Denn die ungenaue Definition der Konzepte, die unterschiedlichen Praxisstilen zugrunde liegen, führt in der Praxis oft zu ungenauen Behandlungen. Gleichzeitig erfordert die Vernetzung verschiedener Stile das Erarbeiten konzeptueller Gemeinsamkeiten mit klinischer Relevanz. Das kann eine Herausforderung sein, erweitert aber letztendlich unser therapeutisches Wissen und vertieft unser Verständnis von den Ursprüngen der chinesischen Medizin. So ermöglicht Metapraxis, die eigenen klinischen Fähigkeiten systematisch zu erweitern, ohne jemals durch das bereits Gelernte eingeschränkt zu werden.

Detaillierte Kursbeschreibung

Allgemeines zu diesem Kurs

Dieser Kurs ist der fünfte Advanced Chinese Medicine – Metapraxis-Ausbildungszyklus, den Prof. Volker Scheid anbietet, diesmal in Deutsch und in Zusammenarbeit mit der Chiway Akademie in Winterthur. Unterrichtet wird durch ein Dozententeam, das insgesamt 100 Jahre klinische Erfahrung, schulmedizinische Ausbildung und akademische Forschung vereint. In den bisherigen Metapraxis-Kursen wurde inzwischen eine internationale Gruppe von über 100 Therapeuten:innen aus 8 verschiedenen Ländern ausgebildet. Was also 2020, zu Beginn des ersten Kurses, noch ein Konzept war, ist heute ein ausgereifter Lehrgang. Das Feedback der Teilnehmer:innen zeigt, dass das Prinzip funktioniert, auch wenn jeder neue Kurs eine Gelegenheit bietet, neue Ideen und Informationen zu integrieren und durch didaktische Verbesserungen den Lernerfolg zu steigern. 

Wichtig: die Advanced Chinese Medicine – Metapraxis-Ausbildung erfordert ein dreijähriges Engagement. Das ist viel Zeit, egal ob man gerade dabei ist, eine Praxis aufzubauen oder schon eine volle Praxis hat. Zudem müssen Teilnehmer:innen bereit sein, sich auf neue Sichtweisen einzu-lassen und bereits Gelerntes aus neuen Perspektiven zu überdenken. Nach drei Jahren wird die harte Arbeit aber mit einem klaren Verständnis von physiologischen und pathologischen Prozessen belohnt. 

Absolvent:innen verfügen über eine stringente Terminologie, um diese Prozesse zu kategorisieren und diagnostisch einzuordnen. Und sie besitzen die nötigen Werkzeuge, um Krankheiten gezielt und flexibel zu behandeln: sei es bei Infekten, die ein genaues Verständnis von Natur und Lokalisation des Pathogens erfordern; oder bei Entgleisungen der Qi Dynamik, die man durch Ordnen der physiologischen Prozesse behandelt. 

METAPRAXIS: EIN WEG DURCH DAS DICKICHT DER 

CHINESISCHEN MEDIZIN 

In den letzten fünfzig Jahren hat sich unser Verständnis davon, was chinesische Medizin ist und wie sie studiert und praktiziert werden sollte, grundlegend verändert. Während die chinesische Medizin zu Beginn ihrer Verbreitung im Westen als ein in sich kohärentes System angesehen wurde, wissen wir heute, dass es sich dabei um ein Fachgebiet mit vielen verschiedenen Praxisstilen handelt. In der Akupunktur gibt es – um nur einige zu nennen – die TCM-Akupunktur, verschiedene Stile der japanischen Meridiantherapie, Akupunkturstile geprägt von Lehrern wie Worsley oder Tan, Himmel-stämme und Erdenzweige, die Ohrakupunktur und verschiedene Arten der Schädelakupunktur. Zu den populären Stilen in der Kräutermedizin gehören verschiedene Arten von „klassischer Rezepturenlehre“ ( jing fang), TCM, japanisches Kampo, und viele mehr. 

Die Frage ist, wie wir uns zu dieser Vielfalt verhalten. Sollten wir all diese Ansätze untersuchen? Nur einige davon, aber welche? Und warum diese und nicht andere? Sollen wir alles dem Zufall überlassen oder uns vom Charisma prominenter Lehrer verzaubern lassen? Dieses Problem ist nicht 

neu und beschäftigt implizit oder explizit seit jeher Praktizierende der chinesischen Medizin. Abseits des mehr oder weniger beliebigen Durchkämpfens durch das Dickicht verschiedenster therapeutischer Ansätze, das den meisten Praktizierenden wohl vertraut ist, gibt es drei Lösungsansätze: 

  1. Die Orientierung an einem einzigen Stil.
  2. Das Synthetisieren verschiedener Stile zu einem einzigen, neuen Stil.
  3. Ein Metapraxis-Ansatz, der es ermöglicht, effektiv mit verschiedenen Stilen zu arbeiten.

Alle diese Lösungen haben Vor- und Nachteile. Das Festhalten an einem einzigen Stil löst das Problem der Auswahl, aber das Therapie-Instrumentarium bleibt eingeschränkt. Die Synthese beseitigt Unterschiede, schafft aber am Ende nur einen weiteren Stil. Der Metapraxis-Ansatz gibt Flexibilität und vertieft das therapeutische Denken und Handeln auf eine Weise, die die anderen Ansätze nicht vermögen, aber er erfordert auch mehr Zeit und Mühe.

Die Elemente der Metapraxis

Metapraxis basiert auf drei Kernelementen: 

  1. Prinzipien (li 理): Konzeptuelles Wissen, einschliesslich des Verständnisses dafür, wie sich dieses Wissen im Laufe der Zeit verändert hat.
  2. Strategien oder Methoden (fa 法), die sich auf einen Werkzeugkasten von diagnostischen und therapeutischen Werkzeugen beziehen, einschliesslich der Kräuter und Rezepturen, die wir in der täglichen Praxis verwenden.
  3. Absicht/Aufmerksamkeit/Urteil/Sinngebung (yi 意): Die Fähigkeit, Prinzipien und Methoden auf klinisch wirksame Weise in Verbindung zu bringen.

In diesem Kurs werden Kenntnisse, Werkzeuge und Fähigkeiten für diese Elemente vermittelt, d.h.: 

  1. Ein tieferes Verständnis von Anatomie, Physiologie und Pathologie in der chinesischen Medizin als das, welches in der gängigen TCM-Literatur vermittelt wird.
  2. Ein besseres Verständnis der Schlüsselkonzepte der chinesischen Medizin und ihrer Veränderung im Laufe der Zeit, was zu einer einfacheren Handhabung in der Praxis führt.
  3. Diagnostische und therapeutische Methoden, die vom Einfachen bis zum Komplexen reichen und denen weitere Elemente hinzugefügt werden können, wenn sich die eigenen Fähigkeiten als Praktiker:in weiterentwickeln.
  4. Die Fähigkeit, verschiedene Elemente der chinesischen und westlichen Medizin produktiv miteinander zu vernetzen.

Volker Scheid kann auf seine umfangreichen Kenntnisse der chinesischen Medizingeschichte und – Literatur, auf vierzig Jahre klinische Praxis und mehr als zwei Jahrzehnte Unterrichtstätigkeit zurückgreifen. 

Auch Nalini Kirk widmet sich seit mehr als zwei Jahrzehnten der Verbindung von chinesischer Medizingeschichte und klinischer Praxis sowie seit 15 Jahren der Strukturierung des vielfältigen traditionellen Wissens für einen zeitgemässen Unterricht in chinesischer Arzneimitteltherapie. 

Gudrun Kleinrath als Ärztin für Allgemeinmedizin und Wolfram Schwarz als Facharzt für Innere Medizin praktizieren seit Jahrzehnten Metapraxis und vernetzen diese mit ihrem Wissen zur Schulmedizin. Sie sind dadurch in der Lage, Metapraxis bis in die heutige Zeit weiterzudenken, indem moderne Pathophysiologie integriert wird. 

Konzept

Didaktisch befasst sich der Kurs über die drei Jahre hinweg mit sechs verschiedenen, aber miteinander vernetzten Sichtweisen auf den Körper, der im Zentrum unseres medizinischen Handelns steht. Diese Sichtweisen sind historisch in verschiedenen Entwicklungsphasen der chinesischen Medizin entstanden, werden aber heute meist so dargestellt, als ob sie schon immer zusammengehört hätten. Aus diesem Grund erscheint die chinesische Medizin oft wie ein undurchdringliches Dickicht. Denn die verschiedenen Perspektiven und Sichtweisen sind nicht immer kongruent und ergeben kein geschlossenes System. 

Anstatt daher den Körper durch ein vermeintlich geschlossenes System zu betrachten, das in der Praxis immer wieder zusammenbricht, oder nur durch eine Sichtweise, was nur beschränkt hilft, wenn es darum geht, die Pathophysiologie zu entschlüsseln oder exakt zu adressieren, bietet Metapraxis eine Methode, die unterschiedlichen Sichtweisen flexibel miteinander zu vernetzen 

und pathologische Prozesse in ihrer Ganzheit zu erfassen. 

Bei den sechs verschiedenen Körper-Perspektiven handelt es sich um 

  • Den kosmologischen Körper, der als Mikrokosmos in den Makrokosmos der Umwelt integriert ist, und den wir mit Hilfe von Logiken der Resonanz (z.B. Fünf Wandlungsphasen, Yin/Yang) beschreiben und behandeln.
  • Den physiologischen Körper, den wir über vitale Substanzen wie Qi, Blut, oder Körperflüssigkeiten verstehen.
  • Den vernetzten Körper, der aus Leitbahnen und Gefässen aufgebaut ist, in denen es zu Blockaden und Obstruktionen kommen kann.
  • Einen territorialen Körper, in den Pathogene oder Toxine eindringen, und der durch die strategische Logik der Kriegsführung behandelt werden muss.
  • Einen dynamischen Körper, der durch ineinander greifende Rhythmen organisiert ist, die wir über Konzepte der Qi-Dynamik erfassen.
  • Einen anatomischen Körper, der sich mechanisch aus verschiedenen Strukturen zusammensetzt.

Diese Körper finden wir auch in anderen Medizinsystemen, wie z.B. der westlichen Medizin, wo wir sie durch Anatomie, Physiologie, Chronobiologie, Immunologie usw. erfassen. Auch dort bilden sie nie ein einheitliches, in sich geschlossenes System. 

Obwohl es anfänglich schwierig sein kann, die Idee eines solchen geschlossenen Systems aufzugeben, erkennen Teilnehmer:innen üblicherweise schnell die Vorteile des Metapraxis-Ansatzes. Didaktisch ist der Vorteil von Metapraxis, dass im Verlauf der dreijährigen Ausbildung das gleiche Terrain immer wieder neu durchquert wird. Zum Beispiel wird die Auseinandersetzung mit verschiedenen Arten von Qi ergänzt und wiederholt, wenn man die Physiologie von Substanzen wie Blut und Flüssigkeiten tiefer kennenlernt. Und der territoriale Körper, der durch Konzepte wie die sechs Schichten (liu jing) oder den dreifachen Erwärmer (san jiao) organisiert ist, ist letztlich ein Ort, in dem diese verschiedenen Arten von Qi und Substanzen ihre Funktionen erfüllen.

Was ist Meta-Praxis?

Warum Meta-Praxis?

Interview zum Kursinhalt

Prof. Volker Scheid PhD, FRCHM, FBAc

Prof. Volker Scheid PhD, FRCHM, FBAc

TCM-Praktiker, Lehrer und Autor

Volker Scheid praktiziert seit 1984 chinesische Medizin in seiner eigenen Praxis und lehrt seit 1995 in Deutschland, England, den USA, Australien und weiteren europäischen Ländern. Als Hauptautor der zweiten überarbeiteten Auflage von „Formulas and Strategies“ sowie des „Handbook of Chinese Medical Formulas“ zählt er zu den führenden Experten für chinesische Rezepturen im Westen. Seit über zwanzig Jahren verbindet er diese Tätigkeit mit international renommierter, interdisziplinärer Forschung auf dem Gebiet der ostasiatischen Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Als Professor für ostasiatische Medizin an der University of Westminster in London leitete er dort bis 2018 das EASTmedicine Research Institute. Zurzeit ist er Visiting Scholar am China Zentrum, University of Kiel, und Visiting Professor an der Zhejiang University of Chinese Medicine. Er ist Autor von drei Büchern über die historische Entwicklung der chinesischen Medizin im späten imperialen und modernen China: „Chinese Medicine in Contemporary China” (Duke 2002), „Currents of Tradition in Chinese Medicine, 1626–2006” (Eastland Press 2007), und „Searching for the Dao of Medicine: Landscapes of Thoughtful Practice in Late Imperial China ” (Berghahn, forthcoming 2026). Darüber hinaus hat er mehr als dreißig Artikel und Kapitel in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht. Sowohl „Chinese Medicine in Contemporary China,” als auch „Currents of Tradition” wurden ins Chinesische übersetzt und 2016 und 2023 in China veröffentlicht. Das Wissen, das Prof. Scheid im Laufe seiner Forschung erworben hat, beeinflusst seinen Unterrichtsstil und seine Praxis massgeblich.

Dr. phil. Nalini Kirk

Dr. phil. Nalini Kirk

Dozentin

Dr. Nalini Kirk ist Heilpraktikerin und Sinologin und verbindet in ihrer Praxis Forschung und Unterrichtstätigkeit klinisches und historisches Wissen. Die Vielfalt der chinesischen Medizin, der sie in historischen Texten und in China begegnet ist, bedingt den metapraktischen Ansatz ihrer klinischen Tätigkeit.
Sie absolvierte Grundausbildungen in TCM und chinesischer Arzneimitteltherapie u. a. am European Institute of Oriental Medicine in München, sowie zahlreiche Fortbildungen bei Volker Scheid, Mazin Al-Khafaji und anderen Lehrern. Ein Jahr lang lernte sie zudem bei verschiedenen „Altärzten“ in Shanghai. Sie studierte Sinologie und Medizingeschichte an der LMU München und promovierte an der Berlin Graduate School of Ancient Studies (History of Ancient Sciences).
Sie hat eine eigene Praxis seit 2003, ist langjährige Dozentin für chinesische Arzneimitteltherapie an Ausbildungszentren der AGTCM und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für chinesische Lebenswissenschaften der Charité in Berlin.

Dr. med. Wolfram Schwarz

Dr. med. Wolfram Schwarz

Dozent

Dr. med. Wolfram Schwarz begann wegen der TCM mit dem Studium der Humanmedizin und absolvierte seine gesamte Ausbildung zweigleisig: Parallel zum Medizinstudium absolvierte er eine langjährige Zusatzausbildung in TCM und Akupunktur sowie in naturheilkundlichen Verfahren. Sechs Jahre lang absolvierte er die Facharztweiterbildung zum Internisten am Akutkrankenhaus. Anschliessend liess er sich als Facharzt mit Schwerpunkt Chinesische Medizin und AkuTpunktur® in München nieder. Er ist dreimaliger Absolvent des Dermatology Diploma Course bei Mazin Al-Khafaji.
Wolfram hat das Buch „Fernöstliche Heilkunst für die Seele“ (Trias) veröffentlicht sowie zahlreiche Artikel in der Laienpresse. Er ist langjähriger Schüler bei diversen Lehrmeistern in Qigong und Neidan.
Seit 2009 befindet er sich in kontinuierlicher Weiterbildung bei Volker Scheid. Er unterrichtet seit 2016 Chinesische Arzneitherapie in seiner lebendigen und klaren Art und assistiert seit zwei Jahren bei der Metapraxis-Ausbildung.

Dr. med. univ. Gudrun Kleinrath

Dr. med. univ. Gudrun Kleinrath

Dozentin

Dr. Gudrun Kleinrath ist Ärztin für Allgemeinmedizin, seit 2012 arbeitet sie in ihrer eigenen Praxis mit Schwerpunkt Chinesischer Medizin, aber auch regelmäßig in einer hausärztlichen Kassenpraxis. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, diese beiden Welten, die den Menschen auf unterschiedliche Art und Weise verstehen und behandeln, bestmöglich zu verbinden.
Sie studierte Humanmedizin an der Universität Wien. Während ihrer Ausbildungszeit zur Allgemeinmedizinerin und ihrer Karenzzeit als Mutter von drei Töchtern schloss sie Ausbildungen in Chinesischer Medizin ab: Akupunktur, Diätetik und Arzneimitteltherapie bei MedChin, Bacopa, ABZ-München. Seither besucht sie u.a. langjährige Weiterbildungen in klassischer chinesischer Literatur (G. Schwestka, N. Zäch, M.Huber), Pädiatrie (A. Körfers), Gynäkologie (Y. Wu). Seit 2009 nimmt sie regelmäßig an Fortbildungen von Volker Scheid teil. Sie beschäftigt sich auch mit Leistungsphysiologie, WADA-Reglement, orthomolekularer Medizin und ist als Notärztin bei Sportwettbewerben tätig.
Sie unterrichtet seit 2022 bei HeHuan Seminars und am ABZ München.

„Ich trat völlig unerfahren in den Meta-Praxis Kurs ein, doch heute erfüllt es mich mit großem Stolz zu sehen, wie weit sich mein Horizont dank Volkers inspirierender Lernweise erweitert hat. Ich kann nun mühelos an unterschiedlichsten Fortbildungen anknüpfen und in meinem klinischen Alltag bin ich deutlich treffsicherer geworden.“

„Ich kann diesen Kurs von Volker Scheid jedem empfehlen, der mehr Überblick über die chinesische Medizin, und zugleich mehr Tiefgang erlangen will. Der Schwerpunkt wird auf das Verständnis der Qi Dynamik gelegt. Das Gerüst bieten die 3 wesentlichen Qi (Zong Qi, Wei Qi und Ying Qi), deren Beziehungen zu den Körperflüssigkeiten systematisch herausgearbeitet werden, immer mit Blick auf die klinische Praxis und mit vielen Fallbeispielen. Volker Scheid gelingt es scheinbar mühelos, die verschiedenen Jahrhunderte und Schulen der chinesischen Medizin zu verbinden und zu vermitteln!

Der Aufbau des hybrid abgehalten Kurses mit kleinen Zwischenprüfungen und Tutorials nach jedem der 12 Module hat mir besonders gut gefallen, es werden offene Fragen beantwortet und man wird zum Mitlernen motiviert!“

Der 3-jährige Meta-Praxis-Kurs mit Volker Scheid war für mich mit Abstand die beste Fortbildung im Bereich chinesische Arzneimitteltherapie in den letzten 20 Jahren. Volker versteht es auf der Grundlage seines profunden Wissens und seiner langjährigen Erfahrung komplexe Themen so aufzubereiten, dass sie für den Praxisalltag unmittelbar einsetzbar sind. Die Möglichkeit, den Patienten anhand des Meta-Ansatzes aus verschiedenen chinesischen Blickwinkeln zu betrachten und zu verstehen, ergibt nochmal ein viel deutlicheres Bild dessen, was hier im Einzelfall physiologisch schiefläuft. Volker vermittelt ein äußert differenziertes Verständnis im Umgang mit den verschiedenen Arten von Qi (wei, zong und ying) und den verschiedenen Essenzen (Blut und jinye), immer in Verbindung mit den jeweils dazugehörenden Arzneien bzw. Rezepturen. Sehr erhellend sind Volkers Ausführungen zu den sechs Schichten (liu jing), die sich unter anderem als ganz konkrete Territorien des Körpers verstehen lassen. Er erläutert dabei auch, wie dieses Modell später von einflussreichen Ärzten wie z.B. Ye Tianshi weiterentwickelt wurde im Interesse eines noch präziseren klinischen Vorgehens. Weitere Highlights dieses Kurses sind für mich die Erkenntnisse zur Behandlung von Toxinen im Körper und im Umgang mit verborgenen pathogenen Faktoren. Für alle Kursinhalte stellt Volker umfangreiches Textmaterial als Übersetzung zur Verfügung, welches man so in keiner uns zugänglichen Literatur finden wird. Die vielen Fallbeispiele aus Volker Praxis sind äußerst hilfreich für das Gesamtverständnis der verschiedenen Themenbereiche, die sich schlussendlich immer um den einen Organismus drehen. Ich kann allen interessierten Therapeuten der chinesischen Arzneimitteltherapie diesen sehr praxisorientierten Kurs nur wärmstens empfehlen!

«Ich bin beeindruckt von Volkers historischem Wissen und der Art und Weise, wie er es uns Praktikern sowohl theoretisch als auch klinisch zugänglich gemacht hat. Seine Art zu argumentieren und zu erklären ermöglicht einen viel tieferen Einblick in die Denkweise der chinesischen Medizin.»

«Volkers umfassendes Wissen über die Geschichte der chinesischen Medizin und die verschiedenen Abhandlungen und Kräuterrezepturen in diesem historischen Kontext verschafft Klarheit über Dinge, die aus Sicht der TCM oft widersprüchlich erscheinen.»

«Das unglaubliche Wissen von Volker Scheid und die Begeisterung und Leidenschaft, die er während der Meisterkurse zeigt, haben mir bewusst gemacht, was für ein Privileg es ist, mit chinesischen Kräutern zu arbeiten. Die Art und Weise, wie Volker uns durch seine Visionen zur TCM führt, ist einzigartig und eine Chance, die sich jeder Kräuterkundler nicht entgehen lassen sollte.»

«Ich schätze besonders Volkers Fähigkeit, Konzepte klar zu definieren, praktische Beispiele zu veranschaulichen und diese so lange zu analysieren, bis alle Teilnehmer des Kurses sie verstanden haben.»

«Durch lebenslanges Studium und Praxis hat Volker eine Denk- und Lehrmethode entwickelt, die es den Studierenden ermöglicht, das Beste aus beiden Welten zu erhalten. Er hat sie „Meta-Praxis” genannt. Volker macht es möglich, von vielen großen Klinikern aus der Geschichte der chinesischen Medizin zu lernen. Diese Herangehensweise an die chinesische Kräutermedizin hat es mir ermöglicht, mein Verständnis aller Kernkonzepte der chinesischen Medizin zu vertiefen und das Wissen auf klare, logische Weise anzuwenden. Dies hat bereits zu besseren klinischen Ergebnissen geführt und mir ermöglicht, eine größere Bandbreite an Strategien und Kräutern mit größerer Präzision und Nuance einzusetzen. Vor allem aber hat mir der Kurs unglaublich viel Spaß gemacht und meine Leidenschaft für die chinesische Medizin nur noch verstärkt. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!»

«Lange war es für mich schwierig, zu therapieren, ohne mir selbst im Weg zu stehen. Denn ich musste entscheiden, ob ich entweder „schulmedizinisch“ denke oder „chinesisch“. Metapraxis ermöglicht einen guten Kompromiss, kein Wissen muss beiseitegeschoben werden:  Die Integration von moderner Pathophysiologie in Chinesische Medizin führt zu einem besseren Verständnis der Erkrankung und exakteren Therapien.»

DatumOrtThemaDozentIn
Modul 15.–6. Juni 2027ChiwayZongqiProf. Volker Scheid
Modul 2

13.–14. Nov 2027OnlineHerrscher- und Ministerfeuer, Toxine 1Prof. Volker Scheid
Modul 3

11.+19. Sept 2027ChiwayFeuer & HitzeDr. med. Wolfram Schwarz
Modul 44. + 12. März 2028OnlineKälte & Yang-LeereProf. Volker Scheid
Modul 510.–11. Juni 2028ChiwayYingqiDr. med. univ. Gudrun Kleinrath
Modul 616.–17. Sept 2028ChiwayFlüssigkeiten 1Dr. phil. Nalini Kirk
Modul 711.+19. Nov 2028OnlineTerritorialer Körper (Medizin als strategische Kriegsführung) 1Prof. Volker Scheid und Dr. med. univ. Gudrun Kleinrath
Modul 810.+18. März 2029OnlineTerritorialer Körper (Medizin als strategische Kriegsführung) 2Prof. Volker Scheid und Dr. med. univ. Gudrun Kleinrath
Modul 916. +24. Juni 2029OnlineFlüssigkeiten 2Dr. med. Wolfram Schwarz
Modul 1015.–16. Sept 2029ChiwayBlutstase und NetzgefäßeDr. phil. Nalini Kirk
Modul 1110.+18. Nov 2029OnlineToxine 2Prof. Volker Scheid und Dr. med. univ. Gudrun Kleinrath
Modul 1218.–19. Mai 2030ChiwayQi-Dynamik und ZangfuProf. Volker Scheid

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9.00 – 12.00 & 14.00 – 17.00 Uhr

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