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Erfahrungsbericht einer Chiway-Absolventin

Zehn Jahre lang führte Jeannine E. eine eigene Drogerie. Heilpflanzen, Kräuter und natürliche Wirkstoffe gehörten zu ihrem Alltag – und die Leidenschaft für das Heilen mit der Natur war schon immer da.

Nach dieser intensiven Zeit wollte sie ihr Wissen vertiefen – als logische Fortsetzung ihrer bisherigen Arbeit. Die Idee, die Erwachsenenmatur zu machen und Pharmazie zu studieren, war naheliegend. Doch mit zwei kleinen Kindern war ein Universitätsstudium schlicht zu kompliziert.

Also begann sie zu suchen – nach einem Weg, der sich mit Familie, Beruf und ihrer Liebe zu den heilsamen „Drogen“ verbinden liess.


Der Einstieg in die Chinesische Medizin

Jeannine fand auch die Traditionelle Chinesische Medizin faszinierend – und fand dort eine Möglichkeit, eine nebenberufliche Ausbildung zu absolvieren, mit Diplom – Abschluss und einem neuen Betätigungsfeld, aufbauend auf ihrem erlernten Beruf.

Sie begann, Akupunktur an einer der Schulen zu lernen – eine Ausbildung, die ihr einen ersten Zugang zur Chinesischen Medizin eröffnete.

„Es war eine gute Ausbildung, aber mir fehlte Struktur, Klarheit, Ordnung. Für mich war es so ein sehr grosser Aufwand. Ich merkte, dass ich lieber in einer festen Struktur lerne, und ich wollte Tiefe, um mich wirklich sattelfest zu fühlen. Ich will eins nach dem anderen verstehen, will wissen, warum etwas wirkt – und da fehlte mir einfach die Sicherheit.“


Der Schnuppertag an der Chiway..

und die Entscheidung für die Arzneitherapie

Ein Schnuppertag an der Chiway Akademie veränderte alles.

Simon Becker erläutert Kräuter - Chinesiche Arzneitherapie der Chiway

Simon Becker erläutert Kräuter – Chinesische Arzneitherapie der Chiway

„Ich war sofort fasziniert – vor allem von Simon Becker.

Seine Klarheit, sein enormes Wissen und die Leidenschaft, mit der er unterrichtet, haben mich tief beeindruckt.“

 

 

 

 

 

 

 


Jeannine Erzinger TCM Therapeutin, Absolventin Chiway Chineische Arzneitherapie. Jeannine spürte: Hier kann sie die Chinesische Medizin wirklich verstehen – bis in die Tiefe, die sie anstrebt.

„Ich wusste: Wenn ich die Chinesische Medizin ganz begreifen will, dann gehört die Chinesische Arzneitherapie dazu. Das ist der zweite Teil, neben der Akupunktur, der alles miteinander verbindet.“

 

 

 


Lernen mit Anspruch und Herz…

…oder mit Freude und Begeisterung, wie wir bei Chiway sagen

Der Entscheid, an die Chiway zu wechseln und den Diplomlehrgang Chinesische Arzneitherapie dort zu beginnen, war schnell gefallen.

„Ich wollte gefordert werden. Ich wollte Prüfungen, Struktur, ein bisschen Strenge – und damit den sicheren Rahmen, um mein Wissen wirklich zu verankern.“

Was sie besonders schätzt, ist die Kombination aus Tiefe, Struktur und Herzblut.

Jeannine über Simon: „Simon ist ein strenger Lehrer – aber mit Herz. Er fordert uns, aber er begleitet uns auch mit Begeisterung und Leidenschaft. Man spürt, dass er will, dass wir verstehen – nicht nur bestehen.“


Was sich verändert hat – Sicherheit und Vertrauen

Mit jedem Modul wächst ihr Verständnis – und mit ihm das Vertrauen in ihre eigene therapeutische Arbeit.

„Ich lernte hier, Diagnosen klar zu stellen, Therapien zu begründen und Verantwortung zu übernehmen. Heute fühle ich mich sicher mit meinen Patientinnen und Patienten. Ich zweifle nicht mehr – ich weiss, was ich tue.“

Die Ausbildung in Chinesischer Arzneitherapie hat für sie eine neue Welt eröffnet:

„Ich sehe Zusammenhänge klarer, kann Behandlungen gezielter planen und habe das Gefühl, wirklich ganzheitlich zu arbeiten.“

Übrigens – eine von Jeannine’s Lieblings – Rezepturen, die sie gern anwendet, ist Suan zao ren tang:

„Da ich in meiner Praxis häufig mit dem Thema Schlafstörungen konfrontiert werde, verwende ich gerne die Basisrezeptur Suan zao ren tang, welche ich entsprechend der Symptomatik meiner Patienten modifiziere.  In meiner Wahrnehmung passt die Basisrezeptur gut in unsere anspruchsvolle Zeit, in der das Individuum  von äusseren Reizen und Aufgaben überflutet wird und sich diese Stressoren oft in Form von Gereiztheit und Schlaflosigkeit manifestieren.“

 

Die fünf Bestandteile der Basisrezeptur Suan zao ren tang sind:

Suan Zao Ren – getrocknete Jujubekerne, huan Xiong  – Chuanxiong-Rhizom, Fu Ling – Pilz-Myzel, „Poria-Kokospilz“, Zhi Mu – Wurzelstock der Anemarrhena, Gan Cao – Süssholzwurzel.

Hier im Bild: die Früchte des Suan zao ren, Ziziphi spinosae Sm – getrocknet Hauptbestandteil der Rezeptur.


Jeannine’s Fazit

Chiway war für mich der Wendepunkt. Ich habe hier nicht nur Wissen bekommen, sondern auch Vertrauen in mich selbst.
Das ist das Wertvollste, was man als Therapeutin mitnehmen kann.“


Mehr erfahren

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An der Chiway Akademie für Akupunktur und Asiatische Medizin unterrichten wir mit Leidenschaft zukünftige TCM-Therapeut:innen – weil es für uns eine der erfüllendsten Aufgaben ist. In unserer Blogreihe „Warum wir das Unterrichten lieben“ geben unsere Dozierenden persönliche Einblicke: Was bewegt uns im Unterricht? Was inspiriert uns an unseren Studierenden?

Heute erzählt Simon Becker, Co-Gesamtleiter der Chiway Akademie, warum das Lehren für ihn mehr als ein Beruf ist: Es ist eine Berufung, geprägt von Inspiration, persönlichem Wachstum und echter Verbindung mit den Studierenden.

 

So findet man einen Punkt – Simon Becker beim Unterrichten

Die Arbeit mit den Studierenden gehört für uns zu den schönsten und bedeutsamsten Aspekten unserer Berufe. Wir sind alle erfahrene Therapeut:innen oder Fachpersonen auf unserem Gebiet – und zusätzlich zu Dozierenden geworden. Das Unterrichten liegt uns wirklich am Herzen. Das heisst, wir lieben es, unser Wissen und unsere Erfahrung weiterzugeben an Menschen, die sich dafür interessieren. Menschen, die von unserer Erfahrung lernen wollen, mit dem Ziel, selbst zu therapieren und wiederum damit anderen Menschen zu helfen.

Das bringt für uns nicht nur Abwechslung und Inspiration, sondern bietet auch immer die Möglichkeit, gleichzeitig selbst zu wachsen. Und die besten neuen Therapeut:innen „wachsen“ zu lassen. Ein Win-Win für uns alle.

Hier sind fünf Gründe, warum Simon Becker das Unterrichten so wichtig ist:

Grundlagen bauen liegt uns am Herzen

Der Anfang ist am wichtigsten, um bei den Studierenden die Basis zu legen und um das Grundverständnis für das System der Chinesischen Medizin richtig zu etablieren. Man könnte ja meinen, dass es irgendwann langweilig wird, als erfahrener Therapeut und Dozent immer wieder das gleiche Anfängerwissen vorzutragen – aber nein.

Simon sagt dazu: «Gerade das macht mir große Freude – ich finde es sehr wichtig, die richtigen Pflöcke gleich am Anfang einzuschlagen und das recht komplexe System der Chinesischen Medizin verständlich zu erklären. Denn am Anfang ist ALLES neu. Dafür unterrichte ich zu Beginn auch gern etwas frontal, noch nicht so kollaborativ – das kommt dann später. Es macht mir große Freude zu sehen, wenn gleich am Anfang das Verständnis entsteht und den Studierenden die Prinzipien und Mechanismen klar werden. Das macht es dann später so viel einfacher, wenn diese Basis richtig gelegt wurde, mit der wir dann ja permanent weiterarbeiten. Drum unterrichte ich auch nach so vielen Jahren die Anfänger immer noch gern selbst!»

Diese Begeisterung für den Anfang ist ansteckend und legt das Fundament für alles Weitere.

Lehren aus Leidenschaft

Klar kann man auch das Unterrichten selbst, die Theorie dahinter, erlernen. Ein gewisses Verständnis davon, wie Lernen funktioniert, gehört dazu. Damit es für Studierende spannend wird, braucht es aber auch die Leidenschaft des Dozierenden. Dieses «Gen», Wissen teilen zu wollen.

Simon sagt dazu: «Ich habe schon ganz früh angefangen zu unterrichten. Bereits in meinen eigenen Studienjahren im College habe ich anderen Nachhilfeunterricht gegeben. Ich liebe es einfach, Zusammenhänge zu erklären und anderen dabei zu helfen, diese zu verstehen. Heute ist es eine echte Berufung geworden, Wissen und Fähigkeiten an die nächste Generation weiterzugeben. Zu sehen, wie Studierende von ersten Unsicherheiten zu souveränen Fachkräften heranwachsen, ist für mich eine Quelle tiefer Erfüllung. Der Kontakt mit ihnen hält mich jung und motiviert mich, auch meinen eigenen Weg stets zu reflektieren und weiterzuentwickeln.»

Diese Freude am Erklären und Weitergeben spüren auch die Studierenden.

Aus Erfahrung wird Begeisterung

Wenn man zu früh, quasi direkt nach der eigenen Ausbildung, anfängt zu unterrichten, kann es sehr schnell theoretisch werden.

Simons Meinung: «Es braucht etwas Erfahrung im Berufsleben, in der Therapie. Man sollte die Dinge, die man unterrichtet, auch wirklich selbst schon erlebt, durchlebt haben. Dabei hat man dann echte Erfahrungen gesammelt, und die kann man weitergeben. Mir selber geht es jedenfalls so – ich verstehe das System der Chinesischen Medizin, und ich habe die Anwendungserfahrung. Dadurch kann ich Hintergründe erklären, Beispiele einbringen und die meisten Fragen der Studierenden wirklich auch beantworten.“

Bei uns haben daher alle Dozierenden mindestens 5 Jahre eigene Berufserfahrung als Therapeut:in – meist sogar deutlich mehr.

Die Begeisterung der Studierenden ist ansteckend!

„Es ist toll zu merken, wenn Studierende ihre eigene Begeisterung entwickeln. Ich kann ihnen dabei helfen, ihre individuellen Talente zu entdecken, ihren eigenen Stil zu formen und ihre berufliche Leidenschaft zu finden – das ist für mich eine der lohnendsten Aufgaben. Ihre Energie und ihr Enthusiasmus sind ansteckend: sei es, wenn sie eine neue Fähigkeit erlernen oder ein schwieriges Konzept endlich vollständig verstehen. Diese Momente sind nicht nur motivierend, sondern inspirieren mich, weiterzumachen. Dazu gehört auch, Studierende in Krisenmomenten zu unterstützen, ihnen Mut zu machen und sie zu motivieren, ihren Weg weiterzugehen. Diese Momente sind Highlights und erinnern mich immer wieder daran, warum ich meinen Beruf liebe.»

Simon fasst hier zusammen, was wir als Dozierende erleben dürfen: Studierende auf ihrem Weg begleiten – in ihren Erfolgen, ihrem Wachstum und auch in schwierigen Phasen – und dabei selbst inspiriert zu werden.

Selber lernen beim Lehren macht Spaß

Studierende bringen frischen Wind und besondere Fragen mit, die uns zum Nachdenken anregen und uns selbst weiterentwickeln lassen.

Simon sagt: «Als ich selbst Chinesische Medizin studiert habe, vor ca. 30 Jahren, waren die meisten Lehrer Chinesen, die schlecht Englisch sprachen. Und Fachbücher waren lückenhaft, rudimentär. Dadurch mussten wir uns vieles selbst erarbeiten und immer wieder überlegen, warum etwas so ist. Das hat mir großen Spass gemacht – ich will immer alles wirklich selbst verstehen. Dann kann ich es auch anderen erklären. Und doch – du denkst, du hast ein Konzept vollständig verstanden, und dann kommt diese eine Frage einer Studierenden, diese andere Perspektive, wo du plötzlich selbst sagen musst: Stimmt, so habe ich das noch nie betrachtet – das ist eine spannende Sicht und könnte ja auch sein! Dadurch lernst du wieder weiter. Und manchmal verstehst du sogar das Problem eines bestimmten Patienten plötzlich besser – und bereicherst wiederum deine eigenen Fähigkeiten als Therapeut damit.»

Die Neugier der Studierenden fordert uns, fachlich, methodisch und auch generationenübergreifend wirklich auf dem neuesten Stand zu bleiben. Es ist eine gegenseitige Lernbeziehung, die nicht nur sie, sondern auch uns bereichert.

Unterrichten bringt Abwechslung in den Therapiealltag

Die tägliche Arbeit mit Patient:innen ist anspruchsvoll, manchmal etwas einsam und oft emotional fordernd. Studierende in ihrem Lernprozess zu begleiten, bringt eine erfrischende Dynamik. Jede Begegnung ist anders, und ihre kreativen Ideen und Perspektiven bereichern unseren Alltag, machen ihn lebendiger und halten uns offen für Neues. Und wir können zusammen in der Gruppe an etwas arbeiten.

Simon ist da ganz klar: «Wenn die Grundlagen gut gelegt wurden und verstanden sind, ist es spannend, gemeinsam mit den Studierenden die weiterführenden Konzepte zu erarbeiten. Das ist auch mein Stil: Neues in der Klasse zusammen mit ihnen erarbeiten und sie dahin führen, dass allen die Lichter aufgehen.»

Chinesische Medizin lernen mit Freude und Begeisterung

Das ist unser Ziel bei Chiway: Eine Ausbildung zu gestalten, die fundiert, inspirierend und menschlich ist. Wir möchten Chinesiche Medizin so vermitteln, dass daraus Verständnis, Wissen und Begeisterung entstehen – und Studierende  mit Freude ihren eigenen Weg finden können. Denn genau das liegt uns wirklich am Herzen.