Hamid Montakab Teil 2: Fear of Death and Acupuncture Strategies

Wie kann Akupunktur helfen, die Angst vor dem Tod zu lindern und Menschen auf ihrem letzten Lebensweg zu begleiten? Hamid Montakab zeigt mögliche Wege auf.

Dieses Online-Webinar ist Teil der Jubiläumsreihe 40 Jahre Chiway Akademie. Wir wünschen gute Erkenntnisse!

Ab sofort online abrufbar über diesen link:

 

Dauer: 1 Stunde 15 Min, Englisch.

Inhalt:

Hamid Montakab: Angst vor dem Tod und Akupunkturstrategien

Die Angst vor dem Tod betrifft nicht nur Menschen, die mit einer lebensbedrohlichen Situation konfrontiert sind, sondern auch all jene, die den Herbst und Winter ihres Lebens erreichen.

In diesem Webinar beschäftigen wir uns mit dem Verständnis von Tod und Sterben sowie mit Glaubenssätzen und Vorstellungen, die zur Angst vor dem Tod beitragen können. Wir beleuchten den Schock angesichts des bevorstehenden Todes, die emotionalen Phasen des Sterbeprozesses und Akupunkturstrategien, die diesen Übergang begleiten und erleichtern können.

Inhalte:

  • Angst vor dem Tod und zugrunde liegende Glaubensmuster
  • Fehlvorstellungen über das Leben und die Wirklichkeit
  • Der Schock des bevorstehenden Todes: emotionale Phasen und Akupunkturstrategien
  • Akupunkturpunkte zur Begleitung von Sterben und Tod
  • Ausserordentliche Gefässe zur Veränderung von Glaubensmustern

 

Noch nicht gesehen? Link zu Teil 1 – Fear and Acupuncture strategies

 

Bereits veröffentlichte Highlights der 40-Jahre-Reihe:

Interview mit Peter Firebrace – 45 Jahre Neugier auf Chinesische Medizin

Heute: Andreas Kalg im Interview 

Wie wird aus einem Krankenpfleger in Berlin ein Spezialist für chinesische Arzneitherapie und Jing Fang? Bei Andreas Kalg führte der Weg über Indien, Deutschland, Taiwan und China.

Im Jubiläumsinterview spricht Andreas Kalg mit Simon Becker über diesen Weg, und über die Entwicklung der chinesischen Arzneitherapie in Europa.

Andreas Kalg über seinen chinesischen Weg – und die Kunst, sich zu fokussieren

Andreas Kalg ist Spezialist für chinesische Arzneitherapie und Jing Fang – und seit vielen Jahren auch als Dozent bei Chiway zu Gast. Sein Weg zur chinesischen Medizin begann allerdings ganz woanders: in einer Ayurveda-Klinik in Indien.

Während seiner Krankenpflegeausbildung machte er dort 1992 ein Praktikum. Was ihn beeindruckte, war der ganzheitliche Blick auf Gesundheit: Ernährung, Lebensrhythmus, Jahreszeiten und Lebensweise gehörten selbstverständlich zur Medizin dazu. Für Andreas Kalg war das ein Türöffner in die asiatische Medizin.

Zurück in Deutschland begann er zunächst mit Akupunktur, später kam die chinesische Arzneitherapie dazu. Doch mit wachsender Praxiserfahrung wuchsen auch seine Fragen. Nach fünf Jahren mit eigener Praxis in Berlin traf er deshalb eine ungewöhnlich konsequente Entscheidung: Er gab Praxis und Wohnung auf und ging nach Asien.

Aus einem geplanten Jahr Chinesischlernen wurden fünf Jahre in Taiwan. Danach folgte ein reguläres Studium der chinesischen Medizin in Hangzhou – zunächst mit Masterabschluss, später mit PhD. Für ihn war diese Zeit ein fachlicher Quantensprung: durch die Sprache, die direkte Arbeit mit chinesischen Lehrerinnen und Lehrern und die intensive Auseinandersetzung mit der Medizin.

Heute verbindet Andreas Kalg chinesische Arzneitherapie mit Akupunktur, Ernährungsberatung und – wo sinnvoll – moderner Diagnostik. Sein Blick ist dabei ausdrücklich integrativ: Schulmedizin und chinesische Medizin haben für ihn jeweils ihre Stärken.

Und welchen Rat gibt jemand mit einem so langen Ausbildungsweg heutigen Studierenden?

Einen überraschend einfachen: Fokussiert euch.

Gerade am Anfang sei die Versuchung gross, immer noch eine weitere Methode, Ausbildung oder Therapieform dazuzunehmen. Sein Rat ist das Gegenteil: eine Sache wirklich lernen, tief einsteigen, Erfahrung sammeln und darin gut werden.

Oder, wie er es im Gespräch sagt: „Macht lieber eine Ausbildung richtig.“

Ein Gedanke, der gut zu 40 Jahren Chiway passt.

Jetzt hier: online Weiterbildung mit Andreas Kalg

Lernen, verlernen, neu lernen

Zum 40-jährigen Jubiläum von Chiway widmet sich Andreas Kalg seiner Lieblingsrezeptur Wen Dan Tang – und zeigt daran, wie lebendig chinesische Medizin sein kann. Wer wirklich tief einsteigt, muss bereit sein, vertraute Erklärungen zu hinterfragen, alte Gewissheiten loszulassen und neue Perspektiven zuzulassen. Genau darin liegt für ihn ein zentraler Teil fachlicher Entwicklung: lernen, verlernen, neu lernen. Ein Vortrag über Jing Fang, klinische Erfahrung und die Bereitschaft, auch nach vielen Jahren weiter dazuzulernen.

Hier online Weiterbildung anschauen: (1h55, deutsch) 

 

Ausserdem: weitere Highlights

in den folgenden Wochen hier

  • Teil 2 der Online – Weiterbildungen von und mit Hamid Montakab zum Thema: Angst verstehen – und mit Akupunktur begleiten – Fear of Death and Acupuncture Strategies. Todesangst, der Schock einer lebensbedrohlichen Diagnose, der Sterbeprozess und Akupunkturstrategien zur Begleitung dieses Übergangs.
  • Teil 3 des Interviews mit Dominik Rolle zur Zeitqualität der aktuellen 20 Jahre der Chiway – mit dem Beginn des Jahrs des Pferdes
  • weitere Interviews und Weiterbildungen zum Beispiel mit Peter Firebrace, mit Studierenden der Chiway, und mit Simon Becker und Stefan Englert.

Bereits veröffentlichte Highlights der 40-Jahre-Reihe

Wie angekündigt, heute hier Hamid Montakab zum Thema Angst:

Teil 1: Fear and Acupuncture Strategies

Mechanismen der Angst, Glaubensmuster, Angst aus Sicht der chinesischen Medizin und Behandlungsstrategien mit Akupunktur.

Dieses Online-Webinar ist Teil der Jubiläumsreihe 40 Jahre Chiway Akademie. Wir wünschen gute Erkenntnisse!

Ab sofort online abrufbar über diesen link:

Dauer: 1 Stunde

Inhalt:

Hamid Montakab: Angst verstehen – und mit Akupunktur begleiten.

Angst gehört zu den ersten und grundlegendsten Emotionen des Menschen. Sie aktiviert unseren Überlebensinstinkt, prägt unsere Wahrnehmung von Gefahr und ist eng mit unseren inneren Überzeugungen verbunden.

In diesem englischen Webinar beleuchtet Dr. Hamid Montakab das Spektrum der Angst aus Sicht der chinesischen Medizin. Er zeigt, welche Faktoren Angst begünstigen können, wie sich unterschiedliche Angstformen verstehen lassen und welche Behandlungsstrategien mit Akupunktur möglich sind.

Im Zentrum stehen dabei die Verbindung von Angst, Instinkt und Glaubensmustern sowie der gezielte Einsatz ausserordentlicher Gefässe, um tief verankerte Überzeugungen zu verändern.

Ein kompakter Einblick in ein zentrales emotionales Thema – mit klaren Bezügen zur therapeutischen Praxis.

 

Demnächst hier: Teil 2 – Fear of Death and Acupuncture strategies

 

Weitere Highlights der 40-Jahre-Reihe:

  • weitere folgen!

Heute: Dr. Hamid Montakab im Interview

Dr. Hamid Montakab gründete 1986 die heutige Chiway Akademie. Sein Wirken reicht weit über die Schule hinaus: Er setzte sich für fundierte Ausbildungsstandards ein, baute den ersten Berufsverband mit auf und trug entscheidend dazu bei, chinesische Medizin in der Schweiz als eigenständigen Beruf zu etablieren.

Hier live im Gespräch mit Simon Becker  (12 Minuten, englisch):

Die Chinesische Medizin – Eine Medizin, die den Menschen behandelt

Hamid Montakab’s Weg zur chinesischen Medizin begann 1973 in Paris.

Er befand sich im fünften Jahr seines Medizinstudiums und war zunehmend unzufrieden mit der Medizin, die er kennenlernte. Sie behandelte aus seiner Sicht vor allem Fälle und Krankheiten – nicht den Menschen in seiner Ganzheit.

Eine Alternative sah er zunächst nicht, erst als sich für ihn, wie er im Interview sagt, die Tür der chinesischen Medizin öffnet, überzeugte ihn das.

Diese Begegnung sollte nicht nur sein Leben und seinen eigenen Berufsweg verändern. Sie wurde zum Ausgangspunkt einer Entwicklung, die die chinesische Medizin in der Schweiz bis heute prägt.

120 Stunden reichen nicht

Als Hamid Montakab Anfang der 1980er-Jahre in die Schweiz kam, wurde Akupunktur hauptsächlich von Ärzten praktiziert. Ihre Zusatzausbildung umfasste teilweise nur rund 120 Stunden.

Für ihn war das völlig unzureichend.

Chinesische Medizin war für Hamid Montakab kein kleines Zusatzinstrument zur westlichen Medizin. Sie ist ein eigenständiges medizinisches System mit einer eigenen Diagnostik, einem eigenen Verständnis von Gesundheit und Krankheit und einer Philosophie, die weit über einzelne Behandlungstechniken hinausreicht.

1986 gründete er deshalb die Academy of Chinese Healing Arts, aus der die heutige Chiway Akademie hervorging.

Die erste Ausbildung umfasste bereits rund 500 Stunden. Schrittweise kamen weitere Inhalte hinzu: westliche Medizin, chinesische Arzneitherapie und Tuina. Gleichzeitig holte Hamid Montakab international renommierte Lehrer wie Julian Scott, Jeremy Ross und Michael McIntyre in die Schweiz.

Sein Ziel war von Anfang an klar: chinesische Medizin auf einem Niveau zu unterrichten, das ihrer Tiefe und Komplexität, und den Menschen gerecht wird.

Mehr als die Gründung einer Schule

Die Gründung der Akademie war nur ein Teil seines Wirkens.

Hamid Montakab wollte nicht allein bessere Kurse anbieten. Er wollte die Voraussetzungen dafür schaffen, dass chinesische Medizin in der Schweiz als qualifizierter und eigenständiger Beruf ausgeübt werden konnte.

Ein entscheidender Moment war eine Diskussionsrunde mit Ärzten in Zürich. Dabei ging es um die Frage, ob eine Ausbildung von rund 120 Stunden ausreiche, um Akupunktur kompetent zu praktizieren.

Die teilnehmenden Ärzte argumentierten zunächst, ihre medizinische Vorbildung genüge. In der praktischen Auseinandersetzung konnte jedoch gezeigt werden, dass auch sie ein wesentlich tieferes Verständnis der chinesischen Medizin benötigten.

Nach diesem Treffen wurden die Ausbildungsanforderungen erhöht. Für Hamid Montakab war dies ein wichtiger Durchbruch: weg von kurzen Akupunkturkursen und hin zu einer ernst zu nehmenden professionellen Ausbildung.

Vom Berufsverband zum anerkannten Beruf

Parallel zur Entwicklung der Schule beteiligte sich Hamid Montakab am Aufbau des damaligen Berufsverbands SBO-TCM und wurde dessen erster Präsident.

Damit begann ein Prozess, der viele Jahre dauern sollte: Es mussten verbindliche Ausbildungsstandards entwickelt, ein eigenständiges Berufsbild formuliert und die Voraussetzungen für eine offizielle Anerkennung geschaffen werden. Was heute selbstverständlich wirken mag, musste damals Schritt für Schritt aufgebaut und gegenüber Behörden, Ärzteschaft und Öffentlichkeit vertreten werden.

Nach rund 15 bis 16 Jahren intensiver Arbeit wurde das Ziel erreicht: Chinesische Medizin erhielt in der Schweiz den Status eines eigenständigen und staatlich anerkannten Berufs.

Hamid Montakab betont im Interview, dass die Schweiz damit eine international einzigartige Stellung einnimmt. Anders als in vielen anderen Ländern ist chinesische Medizin hier nicht lediglich eine einzelne Methode innerhalb eines anderen Berufs oder Teil einer allgemeinen Heilpraktikertätigkeit. Sie verfügt über ein eigenes Berufsbild, geregelte Anforderungen und eine umfassende Qualifikation.

Darauf ist er besonders stolz.

Lernen mit Tiefe – und mit Freude

Trotz seines hohen fachlichen Anspruchs wollte Hamid Montakab keine trockene oder starre Schule schaffen. Lehren und Lernen sollten Freude machen.

Frühe Ausbildungsblöcke fanden deshalb auf Korfu, Mallorca und an anderen besonderen Orten statt. Am Nachmittag blieb Zeit für das Meer. Später wurden Kurse in den Schweizer Bergen durchgeführt, wo die Studierenden auch Skifahren konnten.

Die Gruppen lebten, lernten und feierten über längere Zeit gemeinsam. Studierende stellten die fünf Wandlungsphasen oder unterschiedliche Temperamente spielerisch dar. Kreativität, Gemeinschaft und Erfahrung wurden zu Bestandteilen des Lernens.

Diese Verbindung aus fachlicher Tiefe und lebendigem Unterricht gehört bis heute zum Erbe der Gründungszeit – die Chiway Ausbildung hat daher seit diesem Jahr Intensivblöcke an besonderen Orten bewusst wieder in die Diplomlehrgänge integriert.

Von Zürich nach Winterthur

Die ersten Schweizer Kurse wurden in Zürich durchgeführt. Über einen Studenten, der in Winterthur ein Physiotherapiezentrum mit einem grossen Unterrichtsraum betrieb, kam die Schule schliesslich nach Winterthur. Weitere Räume folgten. Winterthur, erzählt Hamid Montakab, habe der Akademie zunehmend die Arme geöffnet.

Seit mehr als 20 Jahren ist Chiway fest in der Stadt verankert.

Die Schule übergeben – die Aufgabe behalten

Vor rund 13 Jahren übergab Hamid Montakab die Leitung der Chiway Akademie an Simon Becker und Stefan Englert. Mit der Schule und dem Beruf ist er jedoch weiterhin eng verbunden.

Er unterrichtet nach wie vor Chiway-Studierende, gibt Seminare in der Schweiz und zum Beispiel auch in Polen und erreicht seit der stärkeren Verbreitung des Online-Unterrichts Menschen in Europa, Nordamerika und Australien.

Auch mehrere Bücher hat er veröffentlicht. Sein Antrieb ist derselbe geblieben: Chinesische Medizin weiterzuentwickeln, zu vermitteln und in ihrer ganzen Tiefe zugänglich zu machen.

Chinesische Medizin ist keine Technik

Seine wichtigste Botschaft an heutige Studierende bringt Hamid Montakab im Interview klar auf den Punkt:

Chinesische Medizin sollte nicht nur als Technik erlernt werden.

Die Art, wie ein Mensch Medizin praktiziert, spiegelt immer auch sein Weltbild, seine Haltung und sein Verständnis vom Leben wider. Wer chinesische Medizin wirklich ausüben möchte, muss sich deshalb mit ihren philosophischen Grundlagen beschäftigen.

Das bedeutet nicht, dass Studierende bereits in ihrer ersten Ausbildungswoche alle klassischen Texte verstehen müssen. Auch nach Jahrzehnten bleiben diese anspruchsvoll.

Doch die Grundprinzipien sind zugänglich: Yin und Yang, Wandel, Beziehungen und das Verständnis des Menschen als Teil eines grösseren Ganzen.

Für Hamid Montakab ist chinesische Medizin deshalb keineswegs eine veraltete Medizin. Viele ihrer grundlegenden Konzepte würden heute durch moderne Wissenschaft, zum Beispiel die Quantenphysik, in einer anderen «Sprache» neu beschrieben.

Nach mehr als 50 Jahren chinesischer Medizin lautet sein Rat:

Lernt nicht nur Akupunktur, Arzneitherapie oder Tuina. Versteht die Grundlagen – und versucht, die dahinterliegende Philosophie zu leben.

Damit beschreibt er zugleich den Anspruch, mit dem er die Chiway Akademie gründete und die Professionalisierung der chinesischen Medizin in der Schweiz vorantrieb – und dem die Chiway heute noch verbunden ist.

Demnächst: online Weiterbildungen mit Hamid Montakab

In den folgenden Wochen werden wir hier 2 spannende Online – Weiterbildungen von und mit Hamid Montakab veröffentlichen zum Thema

Angst verstehen – und mit Akupunktur begleiten

Angst gehört zu den grundlegendsten menschlichen Emotionen. Sie schützt uns, prägt unsere Wahrnehmung und kann unser Denken und Handeln tief beeinflussen. In der chinesischen Medizin spielt sie deshalb eine besondere Rolle – sowohl im Verständnis ihrer Ursachen als auch in der therapeutischen Begleitung.

Diese Weiterbildung mit Dr. Hamid Montakab widmet sich dem Thema in zwei Teilen: Der erste Teil beleuchtet die Mechanismen und unterschiedlichen Ausprägungen von Angst sowie mögliche Behandlungsstrategien mit Akupunktur. Der zweite Teil vertieft das Thema am Beispiel der Todesangst und beschäftigt sich mit der Begleitung von Menschen in existenziellen und lebensbedrohlichen Situationen.

Teil 1: Fear and Acupuncture Strategies

Mechanismen der Angst, Glaubensmuster, Angst aus Sicht der chinesischen Medizin und Behandlungsstrategien mit Akupunktur.

 

Teil 2: Fear of Death and Acupuncture Strategies

Todesangst, der Schock einer lebensbedrohlichen Diagnose, der Sterbeprozess und Akupunkturstrategien zur Begleitung dieses Übergangs.

 

Link zu Teil 1 jetzt  hier  –  oder lest den Newsletter.

Weitere Highlights der 40-Jahre-Reihe:

Barbara Kirschbaum

Jubiläumsvortrag am 24. Oktober von 14 Uhr bis 17.30 Uhr in Winterthur

Die Kunst der Chinesischen Medizin: Wissen, Intuition und die Begegnung mit dem Menschen

Chinesische Medizin ist mehr als das blosse Erlernen von Punkten, Rezepturen oder diagnostischen Systemen.

Eine gute Therapeutin oder ein guter Therapeut braucht nicht einfach theoretisches Wissen, sondern entsteht durch die lebendige Verbindung von Fachkenntnis, praktischer Erfahrung, Beobachtungsgabe und menschlicher Reife.

Barbara Kirschbaum:

„In meinem Vortrag lade ich Sie dazu ein, an meinen Erfahrungen aus fast 50 Jahren intensiver Beschäftigung mit dieser Heilkunst teilzuhaben.

In der täglichen Praxis wird schnell deutlich, dass kein Patient, keine Patientin vollständig einem Lehrbuchbild entspricht. Jeder Mensch bringt seine eigene Konstitution, seine persönliche Lebensgeschichte, seine Emotionen und eine individuelle Reaktionen mit.

Aus Jahrzehnten von Praxistätigkeit entwickelt sich eine wertvolle klinische Intuition. Diese steht nicht im Widerspruch zum Wissen, sondern erwächst aus einem tiefen, langjährigen Erfahrungsschatz. Sie hilft uns, Muster schneller zu erkennen, Disharmonien früher zu erspüren und Zusammenhänge zu verstehen, die sich oft nicht vollständig in Worte fassen lassen.

Doch auch die beste Intuition darf niemals die sorgfältige Diagnostik ersetzen. Eine wirklich gute Medizin entsteht erst im harmonischen Gleichgewicht von Wissen, Erfahrung und offener Wahrnehmung.

Ich freue mich darauf, diese Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen und gemeinsam neue Perspektiven für die therapeutische Praxis zu entdecken.

Barbara Kirschbaum –  Hier im Interview und im Oktober live bei Chiway

Barbara Kirschbaum spricht über fast 50 Jahre chinesische Medizin, Zungendiagnose, ihre Arbeit mit Brustkrebspatientinnen – und darüber, woran man gute Lehrerinnen und Lehrer erkennt.

Hier live im Gespräch mit Simon Becker  (10 Minuten):

Simon Becker mit Barbara Kirschbaum im online interview

 

Barbara Kirschbaum gehört zu den prägendsten Stimmen der chinesischen Medizin in Europa. Seit fast 50 Jahren unterrichtet und beschäftigt sie sich mit Akupunktur, Kräutermedizin und Diagnostik – zu einer Zeit begonnen, als chinesische Medizin im Westen noch kaum anerkannt war.

Bekannt wurde sie unter anderem durch ihr Buch zur Zungendiagnose. Im Interview erzählt sie, warum gerade die Zunge für Studierende so wertvoll ist?

Besonders eindrücklich ist ihr offener Blick auf das Lernen und Lehren: Worauf sollte man bei der Wahl von Lehrerinnen und Lehrern achten? Welche Rolle spielen Erfahrung, Haltung und Ego? Und warum würde sie selbst heute anders unterrichten – weniger streng, weniger theoriegetrieben, näher an der Wahrnehmung der Patientinnen und Patienten?

Save the date: 24. Oktober 2026

Barbara Kirschbaum live bei Chiway

Jubiläumsvortrag: Die Kunst der Chinesischen Medizin – Wissen, Intuition und die Begegnung mit dem Menschen.

Mehr Informationen hier.

Melde dich hier an für den 24. Oktober 2026, 14: 00 – 17:30, in Winterthur.

 

Wie angekündigt, begrüssen wir Christina Aubert zu ihrer Jubiläums – Vorlesung zu Gynäkologie und Geburtshilfe in der TCM.

Dieses Online-Webinar ist Teil der Jubiläumsreihe 40 Jahre Chiway Akademie. Wir wünschen gute Erkenntnisse!

Ab sofort online abrufbar über diesen link:

TCM Therapeutin erklaert Akupunktur in Gynaekologie

Dauer:

1 Stunde 10 Minuten

Inhalt:

Christina Aubert: Schwangere begleiten – mit Erfahrung, Klarheit und viel Feingefühl

In dieser Online-Weiterbildung gibt Christina Aubert Einblick in den weiblichen Zyklus sowie die Begleitung von Schwangerschaft und Geburt durch die Brille der Chinesischen Medizin. Fachpersonen erhalten in diesem praxisnahen Beitrag fundierte Einblicke in die perinatale Akupunktur und die energetische Dynamik der verschiedenen Reproduktionsphasen.

Sie zeigt, wie wichtig es ist, Schwangerschaft nicht nur medizinisch, sondern auch energetisch und emotional differenziert zu verstehen.

Dabei geht es um typische Beschwerden, um die Begleitung in sensiblen Phasen – und auch um Situationen, in denen der Körper sehr deutlich zeigt, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Christina Aubert erklärt fundiert und praxisnah, worauf Therapeutinnen und Therapeuten achten sollten, wenn sie Schwangere sicher und verantwortungsvoll begleiten möchten.

Ein wertvoller Beitrag für alle, die ihre Praxistätigkeit in diesem Bereich vertiefen möchten – mit viel Erfahrung aus der täglichen Arbeit und einem klaren Blick für das Zusammenspiel von Mutter, Kind und Behandlung.

Wer sich noch weiter in die Behandlung von Schwangeren vertiefen möchte, findet ergänzend dazu das Nachschlagewerk, das Christina Aubert gemeinsam mit Simon Becker und in Zusammenarbeit mit Christian Ackermann verfasst hat.

Weitere Highlights der 40-Jahre-Reihe:

 

„Chiway hat nicht einfach überlebt. Chiway thrives for 40 years. ‘Survive’ ist das falsche Wort.“

So Jason Robertson zum 40 Jahre Jubiläum der Chiway, in seinem Live Webinar zu „Extraordinary Vessels within Applied Channel Theory“ vom 23. April 2026. Dieses Live-Webinar war Teil der Jubiläumsreihe „40 Jahre Chiway Akademie“.

Ab sofort online abrufbar über diesen link:

Live Webinar mit Jason Robertson

 

Dauer:

1Std 30 Min

Format:

 Webinar. Englisch

Inhalt:

An Explanation of the Extraordinary Vessels within Applied Channel Theory

This presentation discusses how the concept of the Extraordinary Vessels in used within Applied Channel Theory. Beginning with historical context exploring how the Extraordinary Vessels may have been understood in early acupuncture traditions, applications in the modern clinic are presented based on the research of Beijing professor Wang Juyi (王居易). 

Weitere Highlights der 40-Jahre-Reihe:

Wie bereits angekündigt, wird Jason Robertson am 23. April eine online live Weiterbildung zu „Extraordinary Vessels within Applied Channel Theory“ halten.

Dieses Live-Webinar ist Teil der Jubiläumsreihe „40 Jahre Chiway Akademie“.

Heute:

Könnt ihr Jason bereits hier im Interview mit Simon Becker erleben.

Online-Interview mit Jason Robertson und Simon Becker über Robertsons Weg in die chinesische Medizin und seine Erfahrungen als Lehrer und Praktiker

Dauer:

15min

Inhalt:

Im Gespräch mit Simon Becker gibt Jason Robertson einen lebendigen Einblick in seinen persönlichen Weg in die chinesische Medizin – geprägt von Neugier, klinischer Erfahrung und einer grossen Leidenschaft für Details. Mit einem Lächeln bezeichnet er sich selbst als „acupuncture points nerd“ – jemand, der sich mit Ausdauer und Begeisterung immer tiefer in die Feinheiten der Punktarbeit und der Leitbahnen vertieft hat.

Besonders eindringlich spricht er über das Lernen mit den Händen: Studierende sollten ihre Ausbildungszeit unbedingt nutzen, um palpatorische Fähigkeiten zu entwickeln und den Verlauf der Leitbahnen direkt am Körper zu verstehen. Ein Leitgedanke aus seiner klinischen Arbeit begleitet ihn dabei bis heute: „Find the empty space.“ Wer lernt, Spannungen, Leere und Veränderungen im Gewebe wahrzunehmen, kann Behandlungen klarer ausrichten und wirksamer gestalten.

Für Robertson ist die Arbeit mit Leitbahnen ein lebenslanger Lernprozess – fordernd, präzise und zugleich voller Freude. Trotz aller Herausforderungen blickt er mit grossem Vertrauen in die Zukunft: „The future of Chinese medicine is bright“ – unter bestimmten Voraussetzungen..

Schaut rein uns lasst euch von seiner Freude an der Chinesischen Medizin anstecken!

Weitere Highlights der 40-Jahre-Reihe:

Erfahrungsbericht einer Chiway-Absolventin

Zehn Jahre lang führte Jeannine E. eine eigene Drogerie. Heilpflanzen, Kräuter und natürliche Wirkstoffe gehörten zu ihrem Alltag – und die Leidenschaft für das Heilen mit der Natur war schon immer da.

Nach dieser intensiven Zeit wollte sie ihr Wissen vertiefen – als logische Fortsetzung ihrer bisherigen Arbeit. Die Idee, die Erwachsenenmatur zu machen und Pharmazie zu studieren, war naheliegend. Doch mit zwei kleinen Kindern war ein Universitätsstudium schlicht zu kompliziert.

Also begann sie zu suchen – nach einem Weg, der sich mit Familie, Beruf und ihrer Liebe zu den heilsamen „Drogen“ verbinden liess.


Der Einstieg in die Chinesische Medizin

Jeannine fand auch die Traditionelle Chinesische Medizin faszinierend – und fand dort eine Möglichkeit, eine nebenberufliche Ausbildung zu absolvieren, mit Diplom – Abschluss und einem neuen Betätigungsfeld, aufbauend auf ihrem erlernten Beruf.

Sie begann, Akupunktur an einer der Schulen zu lernen – eine Ausbildung, die ihr einen ersten Zugang zur Chinesischen Medizin eröffnete.

„Es war eine gute Ausbildung, aber mir fehlte Struktur, Klarheit, Ordnung. Für mich war es so ein sehr grosser Aufwand. Ich merkte, dass ich lieber in einer festen Struktur lerne, und ich wollte Tiefe, um mich wirklich sattelfest zu fühlen. Ich will eins nach dem anderen verstehen, will wissen, warum etwas wirkt – und da fehlte mir einfach die Sicherheit.“


Der Schnuppertag an der Chiway..

und die Entscheidung für die Arzneitherapie

Ein Schnuppertag an der Chiway Akademie veränderte alles.

Simon Becker erläutert Kräuter - Chinesiche Arzneitherapie der Chiway

Simon Becker erläutert Kräuter – Chinesische Arzneitherapie der Chiway

„Ich war sofort fasziniert – vor allem von Simon Becker.

Seine Klarheit, sein enormes Wissen und die Leidenschaft, mit der er unterrichtet, haben mich tief beeindruckt.“

 

 

 

 

 

 

 


Jeannine Erzinger TCM Therapeutin, Absolventin Chiway Chineische Arzneitherapie. Jeannine spürte: Hier kann sie die Chinesische Medizin wirklich verstehen – bis in die Tiefe, die sie anstrebt.

„Ich wusste: Wenn ich die Chinesische Medizin ganz begreifen will, dann gehört die Chinesische Arzneitherapie dazu. Das ist der zweite Teil, neben der Akupunktur, der alles miteinander verbindet.“

 

 

 


Lernen mit Anspruch und Herz…

…oder mit Freude und Begeisterung, wie wir bei Chiway sagen

Der Entscheid, an die Chiway zu wechseln und den Diplomlehrgang Chinesische Arzneitherapie dort zu beginnen, war schnell gefallen.

„Ich wollte gefordert werden. Ich wollte Prüfungen, Struktur, ein bisschen Strenge – und damit den sicheren Rahmen, um mein Wissen wirklich zu verankern.“

Was sie besonders schätzt, ist die Kombination aus Tiefe, Struktur und Herzblut.

Jeannine über Simon: „Simon ist ein strenger Lehrer – aber mit Herz. Er fordert uns, aber er begleitet uns auch mit Begeisterung und Leidenschaft. Man spürt, dass er will, dass wir verstehen – nicht nur bestehen.“


Was sich verändert hat – Sicherheit und Vertrauen

Mit jedem Modul wächst ihr Verständnis – und mit ihm das Vertrauen in ihre eigene therapeutische Arbeit.

„Ich lernte hier, Diagnosen klar zu stellen, Therapien zu begründen und Verantwortung zu übernehmen. Heute fühle ich mich sicher mit meinen Patientinnen und Patienten. Ich zweifle nicht mehr – ich weiss, was ich tue.“

Die Ausbildung in Chinesischer Arzneitherapie hat für sie eine neue Welt eröffnet:

„Ich sehe Zusammenhänge klarer, kann Behandlungen gezielter planen und habe das Gefühl, wirklich ganzheitlich zu arbeiten.“

Übrigens – eine von Jeannine’s Lieblings – Rezepturen, die sie gern anwendet, ist Suan zao ren tang:

„Da ich in meiner Praxis häufig mit dem Thema Schlafstörungen konfrontiert werde, verwende ich gerne die Basisrezeptur Suan zao ren tang, welche ich entsprechend der Symptomatik meiner Patienten modifiziere.  In meiner Wahrnehmung passt die Basisrezeptur gut in unsere anspruchsvolle Zeit, in der das Individuum  von äusseren Reizen und Aufgaben überflutet wird und sich diese Stressoren oft in Form von Gereiztheit und Schlaflosigkeit manifestieren.“

 

Die fünf Bestandteile der Basisrezeptur Suan zao ren tang sind:

Suan Zao Ren – getrocknete Jujubekerne, huan Xiong  – Chuanxiong-Rhizom, Fu Ling – Pilz-Myzel, „Poria-Kokospilz“, Zhi Mu – Wurzelstock der Anemarrhena, Gan Cao – Süssholzwurzel.

Hier im Bild: die Früchte des Suan zao ren, Ziziphi spinosae Sm – getrocknet Hauptbestandteil der Rezeptur.


Jeannine’s Fazit

„Chiway war für mich der Wendepunkt. Ich habe hier nicht nur Wissen bekommen, sondern auch Vertrauen in mich selbst.
Das ist das Wertvollste, was man als Therapeutin mitnehmen kann.“


Mehr erfahren

👉 Erfahre mehr über den Diplomlehrgang Chinesische Arzneitherapie der Chiway Akademie und wie du mit den „Kräutern“ deine eigene therapeutische Sicherheit vertiefen und erweitern kannst.

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